Ohne Übertreiben zu wollen ist Venezuela eines der schönsten Länder der Welt. Hier gibt es einfach alles zu sehen: Schnee bedeckte Berge (Merida), Zig Quadratkilometer grosse Sumpf-Landschaften (Orinoco Delta), tiefster Dschungel (Amazonas), riesige Steppen-Landschaften (Canaima), Traumstrände an der Küste und den Vorgelagerten Inseln (Los Roques).
Zwei Wochen Urlaub sind einfach zu kurz um dieses Land zu entdecken, die reichen gerade mal für die Insel Margarita. Die Freundlichkeit der Venezolaner ist ein anderes Aushängeschild dieses Landes. Dazu die berühmte Schönheit der Frauen in diesem Land. Wer als Rucksack-Tourist Venezuela bereist sollte auch einmal unter Venezuela-Links nachschauen! Dort findet man alles was Unterkunft, Verpflegung, Transport und auch Politik anbetrifft.
Wer sich noch weiter Vorwagt (Expeditionen), erhält die besten Informationen über www.lagransabana.com
Video 1 - Roraima Video 2 - Salto Angel Video 3 - Canaima
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In Videos und Bild- Reportagen wird hier die Welt der Tepuy`s in der Grand Sabana dargestellt. Die Tepuy`s, auch Tafel Berge genannt, sind die Berge der Götter. Bei der riesigen Sintflut die vor Jahrtausenden wirklich mal war, waren die Tepuy`s die einzigen Plätze auf der Welt welche von diesen Wassermassen nicht überflutet wurden.
Daraus hat sich eine Fauna und Flora entwickeln können welche auf der ganzen Welt einzigartig ist. Unsere Pflanzen und Tierfreunde werden hier voll auf ihre Kosten kommen!
National-Park Mochima
Mochima - Puerto La Cruz
Hunderte von kleinen Inseln "Cayos" bizarr zerklüftet, ausgewaschen durch die in Millionen von Jahren sich bewegende See, des Regens und der Sonne. Dazwischen immer wieder kleine Badebuchten mit Sandstränden, ideal um mal so richtig auszuspannen. Karibik Flair mit Blick aufs Festland (Puerto La Cruz liegt keine 5Km vom bekannten Badestrand "El Faro" entfernt!). Der National Park Mochima ist ein Plateau, 30-50m tief, welches sich von Puerto La Cruz entlang der Küste bis zum Playa Blanca - Peninsula Arayes ausstreckt. Dahinter gelegen der über 1000m tiefe Graben "La Chiminea" welcher sehr kaltes Wasser in den National Park hineindrückt. Die Wassertemperaturen liegen durchschnittlich bei 21-24°c welches wiederum für eine andere Fauna und Flora sorgt als die man in weiteren Regionen der Küste Venezuelas finden kann. Gerade die Korallenwelt macht den National Park Mochima zum Erlebnis, grosse Fischschwärme wie bei Los Frailes - Isla Margarita oder auf Los Roques findet hat man hier nicht. Eine der U
rsachen dafür ist die hohe Anzahl an Delfinen, eine andere (unserer Meinung nach) der starke Schiffsverkehr am Rande des National Parks: Fähren, Containerschiffe und Öl-Tanker.
Von Puerto La Cruz aus kann man kleinere Wasser-Taxis (Sammelboote) mieten um sich zu den nahe gelegenen Badestränden übersetzen zu lassen! Zu finden sind diese im "La Marina - Puerto La Cruz", Privat Hafen. Gleich daneben die SSI Tauchschule Aquatic Adventures - Lolo's Dive Center. Tauchausflüge lohnen sich wirklich, denn es hat für jeden Geschmack etwas: Höhlen, Grotten, Steilwände, Thermal-Spalten und viele Nischen und kleinere Plateaus mit Sehenswürdigkeiten. Auf Grund der geringen Strömu
ng ein ideales Gebiet für Tauchanfänger und Unterwasser Fotografen. Auch Nachttauchgänge am bekannten "Tambor", 2-20m tief am Festland bei Puerto La Cruz, sind lohnenswert. Mit den Unterwasser Lampen das Plankton anstrahlen (es aufladen) und dann die Lichtquelle ausstellen, das aufgeladene Plankton leuchtet wie kleine Glühwürmchen in der Nacht.
Im National Park findet man auch einige Tiere welche einzigartig auf der Welt sind, besonders in der Schnecken Kategorie kann man dort viele Tierarten kennenlernen.
Puerto La Cruz selber ist wie "Klein Shanghai", eine sehr belebte kleine Ölstadt mit vielen Vierteln wo man selbst bei Tage nicht durchlaufen sollte (die Kriminalität ist schon sehr hoch hier) Auch die Anzahl der auf der Strasse lebenden Obdachlosen ist enorm hoch. Am belebtesten und auch wohl am sichersten ist der Boulevard "Paseo Colon". Hier trift man sich am Abend an der Promenade! Fast 3Km lang erstrecken sich Restaurants, Bistros und Pizzerien aneinandergekettet. Am stärksten vertreten ist die Arabische-Küche.
Das Öl regiert, der Reichtum und die Armut leben hier Tür an Tür. Das Nobel Viertel am Rande von Puerto La Cruz heisst "Lecheria". Wie Amsterdam, eine kleine Wasserstadt mit Einkaufszentrum von Zig Kanälen durchsäumt. Hier hat jeder ein kleines Boot, Yacht oder noch Grösseres! Wie wir in Deutschland zu unseren Auto- oder Motorradtreffen am Wochenende fahren, kommen hier die Nobel Streamliner an den bekannten Badebuchten zusammen und geben ihre privaten Boots-Partys. Ein Bild wie man sich es nur in Maiami vorstellen könnte. National Park Mochima gehört am Wochenende der Uperclass von Puerto La Cruz und Caracas. Anders dagegen das ca.30Km entfernte Dor
f Mochima. Ur-Typisches kleines Fischerdorf mit schlechten Strassen. Sehr abgelegen am Festland, im mittleren Teil des National Parks. Hier findet man 2-3 "Posadas" eine Kneipe/Restaurant und eine Menge an Ruhe. Meist nur von Rucksack-Touristen angesteuert ist der Tourismus hier noch ziemlich unerforscht.
Die nahe gelegenen Aushänge-Badestrände wie "Playa Colorada" oder "Santa Fe" sind in unmittelbarer Nähe, so, dass man jeden Tag zu einem anderen Traum-Strand fahren kann. Gerade das kleine Dorf Santa Fe bietet einige Unterbringungsmöglichkeiten und gute kleinere Restaurants! Hier findet man viele Rucksack-Touristen welche Santa Fe als Sprungbrett um nach Cumana oder Maturin und Puerto La Cruz zu reisen. Auch hier sind die kleinen "Cayos" mit ihren Sandstränden das Aushängeschild des National Parks.
Der National Park Mochima ist eine Reise wert! Mit Karibik-Flair unweit von der Küste Venezuelas ein Paradies für Sonnenanbeter und Wasserratten.
Los Roques - Archipel
Wer einen kurzen, wenn auch nichtgerade billigen Abstecher in Traumgefilde aus Meer, Sand und Sonne
unternehmen will, buche einen Flug zur Inselgruppe Los Roques. Die Strände sind aus feinstem weißen Sand, das Wasser in den Lagunen schimmert in den auserlesensten Türkistönen, und die Möglichkeiten zum Schwimmen und Schnorcheln sind geradezu phantastisch.
Der Archipel, etwa 150 km nördlich von Caracas im karibischen Meer gelegen, besteht aus 47 Inseln, die aus verschiedenen Korallenarten aufgebaut sind; 1972 wurde das Gebiet (insgesamt 225153 ha) zum Nationalpark erklärt, um das empfindliche Ökosystem mit einer reichen Fisch- und Vogelwelt zu schützen. Dauerhaft besiedelt wurde die Inselgruppe erst zu Beginn unseres Jahrhunderts, als sich Fischer aus Margarita hier niederließen.
Heute sind rund 1000 Roqueños auf dem Archipel ansässig, vorwiegend auf El Gran Roque, der Hauptinsel. Hinzu kommen alljährlich einige hundert Fischer aus Margarita, die sich in der Zeit des Langustenfangs hier vorübergehend aufhalten. Der Tourismus hat in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen, die Zahl der Unterkunftsangebote ist sprunghaft gestiegen, und die Gefahr besteht, dass die mit dem Fremdenverkehr verbundenen wirtschaftlichen Interessen mit den Erfordernissen des Naturschutzes kollidieren. Eine von der Naturparkbehörde INPARQUES schon 1986 vorgenommene Zoneneinteilung des Archipels, nach der touristische Aktivitäten auf bestimmte Abschnitte begrenzt werden, soll eine zu starke Beanspruchung des Gebietes verhindern helfen. Durch behördliche Vorschriften und Kontrollen wird zudem das Kontingent der Touristen, die sich im Nationalpark aufhalten, überschaubar gehalten.
Amazonas - Autana Tepuy
Amazonas - Puerto Ayacucho
Puerto Ayacucho wurde 1924 als Basislager für die Arbeiter errichtet, die die Strassen nach Samariapo bauten. Die Hauptstadt des Bundeslandes Amazonas ist Ausgangspunkt für Exkursionen in das Dschungelgebiet des Orinocos mit seiner Vielfalt an exotischen Pflanzen ( man vermutet, dass auf einem Hektar
Amazoniens mehr Pflanzenarten existieren, als in ganz Europa vorhanden sind), seltenen Tieren und den 20 verschiedenen Indianerstämmen.
In der Stadt selbst lohnt sich der Besuch des täglich stattfindenden Marktes, wo Indios ihre Handarbeiten ( Blasrohre, Federschmuck, gewebte Körbe) anbieten und sie vielleicht auch einmal ein paar besondere Delikatessen, wie zum Beispiel frittierte Ameisen, probieren können, sowie das "Museo Etnologico" mit seiner Ausstellung von Kleidung, Schmuck, Kriegs-und Handwerkszeug der Indigena - Stämme der Region.
Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung werden entweder mit Indianerbooten, "bongo" oder "curiara" genannt, mit kleinen Flugzeugen, Jeeps oder zu Fuss angeboten. Nur 35 Kilometer nördlich von Ayacucho liegt der "pozo azul" (blauer Brunnen) ein kristallklare Lagune mitten im Urwald die von einem kleinen Süsswasserbach gespeist wird, hier können sie baden und im umliegenden Wald finden sie zahlreiche Vogelarten wie Tukane, farbenprächtige Aras und Papageien, Schmetterlinge in allen Farben und Brüllaffen.
Falls sie es lieber etwas wilder möchten, kein Problem, 35 Kilometer in die nördliche Richtung der Hauptstadt, hinter dem von Guahibos bewohnten Missionsdorf (la Coromoto), befindet sich die längste natürliche Wasserrutschbahn der Welt " el tobogan de la selva". Dort hat das Wasser die 20 Meter hohen Granitfelsen so abgeschliffen, dass eine Rutschbahn entstand.
Wenn ihnen das noch nicht abenteuerlich genug ist, probieren sie doch mal Rafting in den Maipures Stromschnellen. Vom kühlen Wasser erfrischt, können sie sich auf einem der heissesten Flecken der Welt wieder aufwärmen - eine 20 Minütige Bootsfahrt bringt sie auf die "isla ratón" (Mäuseinsel), die grösste Landfläche im Orinoco, dem siebtlängsten Fluss der Erde. Auf den roten Felsstrand und die flachen Felder der Insel brennt gnadenlos die Sonne. Schatten finden sie in der Missionssiedlung der Piaroas Indianer.
Mögen sie es lieber etwas gemässigter - auf halbem Weg zwischen Ayacucho und der Wasserrutsche, im Gebirge beim "cano raya" sind die verschiedenen Prähistorischen Petroglyphen des "cero pintado" (bemalter Fels), zu bewundern. Unter anderem eine etwa 50 Meter lange Schlange die vermutlich den Orinoco darstellt. Der heilige Berg der Götter "cero autana" liegt ebenfalls in dieser Region. Unterhalb des Gipfels des 1220 Meter hohen markanten Felsturms befindet sich ein 395 Meter langes und 40 Meter hohes Höhlenlabyrinth, dessen Eingang einem Nadelöhr gleicht. Eine Bootsfahrt auf dem Orinoco mit seinem je nach Wasserstand weit aus dem Wasser ragenden schwarzen Felsen und seinen von dichtem Dschungel gesäumten Ufern ist auf jeden Fall ein Erlebniss.
Canaima - Salto Angel
Über die Entdeckung des Wasserfalls – durch einen Weißen, denn den Indianern der Region war er natürlich immer schon, und zwar unter dem Namen Churúnmerú, bekannt – sind mehrere Versionen im Umlauf. Es heißt, dass bereits 1910 ein gewisser Ernesto Sánchez de La Cruz bei einer Expedition auf dem Río Carrao den Wasserfall gesichtet haben soll. Wie dem auch sei, jedenfalls ist eine Menge Gras über diesen Vorfall gewachsen, so dass der amerikanische Buschpilot Jimmy Angel annehmen konnte, er sei der Entdecker dieses Naturwunders, als es bei einem Flug im Jahre 1936 über den Auyántepui überraschend in sein Blickfeld geriet.
Was der Abenteurer, der mit seiner einmotorigen Propellermaschine Gold und Diamantensucher mit Lebensmitteln belieferte, oder gegen gutes Geld reiche Mexikaner zu geheimnisvollen Goldschätzen flog, in dieser verlorenen Welt genau zu suchen hatte, ist nicht ganz klar. Sicher ist aber, dass auf dem Haus der Götter (als deren Wohnsitz betrachten die Pemón Indianer die Tafelberge) schließlich als erster ein Mann mit dem Namen "Engel" landete. Im darauf folgenden Jahr setzte Angel glücklich mit seiner Flamingo auf dem Plateau des Tafelberges auf, allerdings auf einem morastigen Untergrund, der einen Start unmöglich machte. Dem Piloten und seinen Begleitern gelang der Abstieg und die Rückkehr in die Zivilisation innerhalb von elf Tagen; die Bruchlandung machte den Wasserfall und seinen Entdecker berühmt. Sein Flugzeug hingegen blieb noch 33 Jahre auf dem Plateau liegen, bis es vom venezolanischen Militär geborgen und ins Luftfahrtmuseum nach Maracay transportiert wurde.
Über die genaue Höhe des Wasserfalls werden unterschiedliche Angaben gemacht. In venezolanischen Prospekten erreicht er zumeist über 1000 m, in anderen Schriften werden Daten zwischen 965 und 985 m genannt (bezogen auf den freien Fall). Tatsache ist, dass sich in der Trockenzeit die Wassermengen so weit vermindern, dass sie, in Myriaden von glitzernden Tropfen zerstäubt, den Boden gar nicht mehr berühren.
Canaima ist neben Margarita und Merida die Haupttouristenattraktion Venezuelas. Ganze Ketten von herrlichen Wasserfällen. Im Südosten die fasz
inierende Landschaft der Gran Sabana, eines der ältesten Gebirge der Welt. Der Canaimanationalpark in der Gran Sabana ist ein Paradies für Naturliebhaber und Fotografen. Eine der 2 Teile unseres Planeten, die nie mit Wasser bedeckt waren, sind die Tafelberge "Tepuis" im Canaima Nationalpark. Über Jahre hinweg entwickelten sich Pflanzen und Tiere, die einzigartig auf der Welt sind, einige speziell nur auf bestimmten Tepuis vorkommend. Die Flüsse welche die Wasserfälle von Canaima bilden gehören zu den grössten Wassereserven der Welt. Um dieses Ökosystem stabil zu erhalten, gestattet die Regierung nur lizensierte und genehmigte Touren. Die Höhepunkte bilden "Salto el Sapo" welcher am Fusse eine cocacola farbene Lagune mit feinem Sandstrand hat und sein kleinerer Bruder "Salto el Sapito" mit einer kleinen Höhle. Das Wahrzeichen von Canaima ist ein kleiner schwarz - gelber Frosch, der einem des Öfteren auf dem Weg begegnet (keine Angst er ist nicht giftig).
Orinoco Delta - Amacuro, Tucupita
Die Sumpflandschaft des Delta Amacuro
Orinoco -
der drittlängste Fluss Südamerikas ist von seiner Quelle nahe der Brasilianischen Grenze bis zu seinem weit verzweigten Delta an der Nordküste Venezuelas 2150 Kilometer lang. Die Tausenden von kleinen Inseln des Deltas sind die Heimat des "Waraos" Volkes, die in ihren Pfahlbauten wohnen und mit ihren Kanus ihren Lebensunterhalt mit Fischen verdienen.
An den Ufern des Orinocos liegen die Städte Tucupita ( Hauptversorgungsstadt des Deltas) und Ciudad Bolivar ( ehemals Angostura ) - eine Stadt mit glorreicher Vergangenheit die sich viel kolonialen Charme bewahrt hat. Von hier startete Simon Bolivar seine letzte Etappe im Unabhängigkeitskrieg und die Stadt wurde zur provisorischen Hauptstadt des Landes ernannt. Die meisten Besucher von Ciudad Bolivar sind auf der Durchreise nach Canaima, ganz in der Nähe ist der Salto Angel, und weiter Südwestwerts die Gran Sabana mit ihren Tepuis.
Heutzutage hat s
ich in der Region Orinoco eine neue Geldeinnahmequelle gebildet - das Petroleum, oder Erdöl. Geologen haben riesige Ölreserven unter dem mehr als 42000km² grossen Delta entdeckt. Ciudad Bolivar wechselt abermals seinen Charakter - heute eine geschäftige Ölmetropole. Die Regierung versucht die Zerstörung der Sumpflandschaft so gering wie möglich zu halten, jedoch ist es absehbar, dass Großkonzerne tiefer und tiefer ins Delta vordringen und damit die Lebensräume der Waraos und Tausenden von Tier und Pflanzenarten gefährden.
Der Warao
Indio der Moderne ist politisch sehr engagiert, Abgeordnete kämpfen mit viel Erfolg für die Rechte der ethnischen Bevölkerung Venezuelas. Im Rahmen des Tourismus sind in der Neuzeit viele ökologische Projekte entstanden, einige davon sind mit kleinen Haciendas oder auch einfachen Camps ausgerüstet, wo Besucher nach einer ausgiebigen Tagestour im Einbaum, sich ausruhen können. Frischwasser und Elektrizität wird über Filteranlagen und Stromgeneratoren selbst erzeugt.
Ein Abenteuer schlechthin ist das Piranhafischen ( der Rotbauchpiranha ist einer von 32 verschiedenen Piranhaarten, ausserdem Vegetarier!!! ), das Fleisch wird meistens von anderen Fischen vorher vom Haken gefressen. Deshalb soll ein Einen nicht verwundern, wenn an der Stelle, wo sie fischen
, kleine Kinder im Fluss spielen. Ebenfalls ein Erlebnis ist der Besuch einer der am Ufer liegenden Kaimanfarmen. Der Orinoco ist sehr beeinflusst vom Hochwasser oder vom Niederwasser ( marea feliz und marea triste). Bei Niederwasser ist der Lebensraum der Tiere viel dichter und somit sind sie gezwungen näher an die Jäger zu kommen. In der Nacht, falls man sich traut ans Ufergebiet heranzugehen, kann man, beim anleuchten des gegenüberliegenden Ufers mit der Taschenlampe viele "glühende Kohlen" sprich Tieraugen leuchten sehen. Die schönsten Tierbeobachtungen macht man beim Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang wo die Tiere ( Jaguar, Ozelot, Puma, Brüllaffen ) zum trinken ans Wasser kommen. Im und direkt am Orinoco zu beobachten sind Flussdelfine, Kaimane, Seekühe, Flamingos, Ibisse, Reiher und Papageien.
Merida - Die Stadt in den Anden
Eine Metropole auf 2000m Höhe
Das Nordende der Andengebirgskette die sich über 7000 Kilometer vom Süden Chiles bis in den Westen Venezuelas zieht, erhielt ihren Namen von den spanischen Eroberern. Abgeleitet vom Wort "Andenes" ( so nannten die Spanier den terrassenförmigen Ackerbau der Eingeborenen ) bezeichneten sie auch die Bergbauern selbst als Andinos.
Ackerbau findet man auch heute noch, der Hauptwirtschaftszweig ist jetzt aber Kaffee und Zuckerrohranbau. In der Kordilliere de Merida liegt mit 5700 Metern der höchste Berg Venezuelas - der Pico Bolivar. Zwischen den majestätischen Gipfeln der
benachbarten "Pico Humboldt" ( 4942m) und "Pico Bonplant" (4883m) sowie "la Concha" (4922m) - allesamt höher als der Mont Blanc in den Alpen - und den drei "Picos Espejo, el Torro und el Leon" liegen über 300 Gletscherseen (Lagunas) und die Vegetation wechselt von "tierra caliente" bis "tierra helada", sprich "heisse Erde" bis "kalte Erde".
Die Stadt Merida wurde 1558 von dem spanischen Offizier Juan Rodriguez Suarez gegründet und nach seiner Heimatstadt benannt. Dies wurde ihm beinahe zum Verhängniss, da die Namensgebung ohne die offizielle Erlaubnis seines Königs erfolgte und man ihn deshalb verhaftete und unter Anklage stellte. Er wurde nach Kolumbien deportiert und zum Tode durch Vierteilen verurteilt. Mit Hilfe des Bischoffs und einiger einflussreicher Freunde gelang ihm die Flucht zurück nach Venezuela, wo man ihm zum ersten Mal in der Geschichte Südamerikas Asyl gewährte.
Merida ist eine der wichtigsten Universitätsstädte Venezuelas, die "Universidad de los Andes" und ihre Studenten prägen das Stadtbild. Museen, wie zum Beispiel "Museo de arte colonial" mit Gemälden, Skulpturen und Goldarbeiten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, und das "Museo de arte moderno" mit Ausstellung moderner Maler Venezuelas, lohnen einen Besuch - sowie der "Plaza Bolivar" mit der Kathedrale im Barockstil und dem Erzbischöflichen Palais. "La ciudad de los parques" (die Stadt der Parks) wird Merida von den Einheimischen genannt, wobei unter den 32 verschiedenen Parkanlagen einige verdienen speziell genannt zu werden: "el par
que de los cinco republicas" wo in einem Monument zu Ehren Bolivars die Erde aus den fünf vom "Libertador" befreiten Staaten - Venezuela, Kolumbien, Bolivien, Ecuador und Panama- enthalten ist. "el parque de la isla" mit dem Treffpunkt der Künstler und Intellektuellen in einem Kolonialgebäude, seine Bibliothek mit Dokumenten aus den vergangenen 4 Jahrhunderten und einer Vielzahl von Orchideen. Nicht zu vergessen der "parque chorros de milla" dessen Attraktion ein kleiner Wasserfall darstellt.
In den Parks wird es schnell deutlich, dass man sich in der Höhenstufe der "Bergnebelwälder" befindet, es herrschen - für Europäer - angenehme Temperaturen von durchschnittlich 19 Grad und kommt sich an einigen Stellen vor wie im heimischen Allgäu. Bergwanderer bezeichnen die Gegend rund um Merida als absolutes Wandergebiet, allerdings sollte man dafür über die nötige Kondition verfügen, da in diesen Höhen das Atmen zum Problem werden könnte - aber sie müssen ja nicht wandern um Merida zu besuchen - auch ohne grosse körperliche Anstrengung hat die "region de los andes" eine Menge zu bieten.
Puerto La Cruz
Stadt des schwarzen Goldes
Wie in einem Wespennest ist das bunte Treiben in den schmalen Gassen von Puerto la Cruz. „Buhoneros“ – Marktschreier welche ihre Ware auf die verschiedensten Arten und Weise anpreisen. Schwerpunkt ist der „Conejero“ in der Calle Buenos Aires und der Plaza Bolivar. Der berühmte Paseo Colón , der Boulevard entlang der Bayside wird erst ab Einbruch der Dunkelheit so richtig lebendig. Avenida 5. de Julio und die Avenida Municipal bieten mehr die moderne Grosstadtmetropole mit Kaufhäuser
n und Supermärkten. Wer immer noch nicht genug eingekauft hat, fährt in Richtung la Lecheria in die beiden Einkaufszentren Plaza Mayor und City Mall.
Das Nachtleben besteht aus Nachtclubs, Dislotheken und wirklich anrüchigen Etablissements. Als europäischer Tourist sollte man sich dort nicht blicken lassen. Unheimlich viele Bettler und „Malandros“ – zwielichtige Gestalten. Da Puerto la Cruz eine Hafenstadt ist, kann man es leicht als das Shanghai Venezuelas bezeichnen. Alle Arten von Rassen und Religionen kommen hier zusammen. Ü
berwiegend, fast 60%, arabischer Abstammung, 20% Chinesen und was übrig bleibt nennt sich dann Venezolaner. So ist es nicht verwunderlich, dass der Gouverneur von Puerto la Cruz selber arabischer Abstammung ist ( Stand 2006 ). Ein arabisches Restaurant reiht sich ans Nächste, ab und zu wird diese Kette durch ein Chinarestaurant oder einer Pizzeria unterbrochen. Selbstverständlich auch hier der nicht weg zu denkende MacDonalds.
Die meisten Menschen, wenn sie nicht in den vielen Restaurants arbeiten, sind in der Ölraffinerie „Jose“ angestellt. Auch der Import/Export zu den Asiatischen und Arabischen Ländern ist sehr stark vertreten. Durch das etwas höhere Einkommen der Arbeiter in dieser Stadt, soll es einem auch nicht wundern, dass die Preise in Bekleidung und Lebensmittel wesentlich höher liegen als in anderen Teilen des Landes. Auffallend vielen modernen Autos begegnet man auf den dicht befahrenen Strassen. Motorräder hat es hier nur wenige!
Die Unterbringung reichen von einfachen „Posadas“ Fremdenzimmer bis hin zu einfachen und mittleren Hotels: Posada Diana, Posada Monte Rey, Hotel Riviera, Hotel Melina sind nur einige der vielen Unterkünfte. „Backpacker“ sind hier auf den Strassen ein typische Bild, da Puerto La Cruz der Kontenpunkt zwischen der Insel Margarita, National Park Mochima, der Ölstadt Maturin und Barcelona, natürlich auch zu der Hauptstadt Caracas bildet. Die Fähren „Conferry“ und „Ferry Ven“ mit ihren Schiffen bilden eine schnelle Verbindung zwischen Isla Margarita, Cumana und Caracas. Auch der Busterminal hat Verbindung in allen Richtungen. Wer ein wenig schneller und trotzdem günstig Reisen möchte, kann auf die traditionellen „Porpuestos“ Sammeltaxis zugreifen, jedoch sei gewarnt dass die Fahrer nur Vollgas und keine Bremsen kennen.
Das Gesicht von Puerto La Cruz wird von der Ölindustrie geprägt! Grosse Tanker an den Ladestationen welche das Öl überall auf der Welt hinfahren. Schon fast nicht in das Bild passend der im Vordergrund gelegene National Park Mochima welcher zwar sehr schön ist, aber jedoch bestimmt durch den regen Schifffahrtsverkehr Schaden nimmt.
Täglich fahren Wassertaxis vom Plaza Colon zu den Badesstränden: El Faro, Purinare und El Saco. Sehr schöne Badestrände mit kristallklarem Wasser, ideal um mal eine Schnorchelstunde einzulegen (siehe unter „Mochima“). Treffpunk ist zwischen 09:00Uhr und 10:00Uhr am Strand vor der Plaza Colon. Die Tarife der Wassertaxis liegen bei ca. 4-5.-$us in Landeswährung.
Gleich neben dem Plaza Colon ist die „Marina Puerto La Cruz“ – der Jachthafen. Hier stehen die Nobel Wasserflitzer (Die Reichen Leute nehmen ihre Boote mit nach Hause! Lecheria, dort wo die Reichen leben, ähnelt sehr Amsterdam – alles mit Wasserkanälen durchzogen.) welche am Wochenende spazieren gefahren werden. Im vorderen Teil der „Marina“ dort wo der Parkplatz ist, befindet sich auch die Tauchschule Aquatic Adventures von Gina Malpica, SSI Instructor Trainer www.aquaticadventures-mochima.net.tc .
Interessant ist es auch zu den „Altos“ von Puerto La Cruz in die Berge zu fahren. Kaffeeplantagen, Ackerbau und Kunsthandwerk sind die markanten Punkte in dieser doch recht sehr kleinen Comunity.
Isla Cubagua - Wrackship
Zwischen Margarita und dem Festland liegt Cubagua mit seinen weitläufigen, einsamen Natursandstränden. Christoph Columbus entdeckte die Perleninsel 1498 und 1528 wurde hier von Auswandern aus Santo Domingo die erste Siedlung Südamerikas gegründet: "Nueva Cadiz". Bis 1541, als die Stadt "Nueva Cadiz" durch ein Seebeben zerstört wurde, ertauchten die versklavten Guaiquerie Indios für die Spanier rund 11 Tonnen Perlen. An Seilen und mit Steinen beschwert warf man die Indios mit einem Korb ins Wasser und viele starben ob der Gier nach Perlen der spanischen Königin Isabella.
Man kann noch heute die Ruinen unter anderem eines Franziskanerklosters in der Salzwüste besuchen. Auf der Insel leben nur 4 Fischerfamilien. Aus alter Zeit stammt der Jungbrunnen, der nach der Überlieferung mit einem Bad um 10 Jahre jünger macht. Es handelt sich um einen Teich der vom Meeresgrundwasser gespeist wird und starke Anteile an Kalzium und Schwefel hat. Die wenigen Fischer die hierher kommen und natürlich wir "Gringos" baden darin und schmieren uns den schwarzen Schlamm über die Haare und den ganzen Körper. Anschliessend geht´s zu einem erfrischenden Bad im Meer.
In der Salzwüste wird auch die "Longo" gejagt. Diese Schlangenart wird gekocht und nur mit Zitronen mariniert. So soll sie eine starke aphrodisierende Wirkung haben. An der N-Spitze der Insel steht ein rot-weiß-roter Leuchtturm. Daneben haben Fischer ein kleines Camp errichtet. Nur ca. 200 Meter entfernt an der Ostseite sind ausgedehnte Austernbänke. Die Austern und Muscheln liegen in ca. 2 Metern Tiefe und wie viele Perlen dabei sind, erzählen wir hier nicht. Das Perlenfischen ist nämlich offiziell verboten.
An der Anlegestelle "Ensa de Charagato" liegt zum Greifen nahe das Wrack einer Auto-Fähre. Die Schiffsaufbauten sind gut sichtbar über Wasser und der Rumpf ist für Taucher und Schnorchler ein Genuss! Allerdings sind über die Jahre die tragenden Teile durch den Rost arg verfault und von daher für den ungeübten Taucher oder Schnochler eine grosse Verletzungsgefahr. Wie schon auf unseren Fotos von
Cubagua sichtbar ist das einzig Interessante das Durchstöbern des Wracks. Der hintere Laderaum mit Rampe und 2 Autowracks, der Maschinenraum (nur senkrecht Ein- und Austauchen) und die Steuerkanzel (sehr wenig Bewegungsfreiheit). Andere Öffnungen sind nur zugänglich durch ablegen des Tauchgerätes und dieses vor sich führen (das sollte man vorher schon gut geübt haben).
Die Tauch Tour selber wird von erfahrenen Dive Mastern mit Kenntnissen in Wracktauchen geleitet. Anfänger sollten die Flossen davon lassen. Schnorchelgerät ist auf den Ausflügen immer kostenlos dabei. Ab/Anlegestelle der Boote nach Cubagua ist die kleine Landspitze Punta de Piedras, von wo aus auch nahe gelegen die Insel Fähren Margaritas anlegen. Bei normaler Wetterbedingung dauert die Überfahrt zur Insel Cubagua ca. 1 Std, was nicht bedeutet dass es eine ruhige Überfahrt wird.
Link zum Thema Venezuela: http://freenet-homepage.de/Venezuela-Schaufenster/index.html